Staunte nicht schlecht: Platzwart Winni |
WDR drehte für Schachtzeichen-Bericht bei der SG Eintracht Gelsenkirchen
Da staunte Platzwart Winni und sein Gelsensport-Team nicht schlecht, als am Montagmittag, 22.Februar, plötzlich
ein Kamerateam des WDR-Studios Essen vorfuhr, um für die „Lokalzeit Ruhr“ zu drehen. Als kurz danach dann noch
Vereinsvorsitzender Hans-Ulrich Mühlhan und Eintracht-Urgestein Klaus Stach (er spielte in den 50er- und
60er-Jahre über 500 Mal für die Rotblauen) vorfuhren, wurde schnell klar, dass unverhofft großes Kino im
Südstadion angesagt war.
Hintergrund des TV-Termins war die Pressekonferenz zur Kulturhauptstadt-2010-Aktion „Schachtzeichen“.
Bekanntlich beteiligt sich die SG Eintracht auch an diesem Projekt und wird vom 22.Mai bis 28.Mai täglich den
gelben Ballon als Zeichen eines Zechenstandortes in den Himmel aufsteigen lassen – schließlich existierte bis
1974 hinter der Tribüne des Südstadions der (Luft-)Schacht Rheinelbe 4, im Ückendorfer Volksmund als „Schacht
Pippi“ bekannt.
Licht-Test - kurz vor dem Dreh |
Diese Geschichte nahm der WDR zum Anlass, um spontan die Pressekonferenz zu verlängern und im Südstadion noch
ein paar Einstellungen am historischen Ort zu drehen. Zudem wurden die Schachtzeichen-Initiatoren der Eintracht,
Jugendvorstand Axel Liersch und Simone Buch (sie bereitet die begleitende Ausstellung mit vor), noch auf dem
Spielfeld interviewt. Im Jugendheim wurden dann noch Hansi Mülhahn und Klaus Stach beim Fachsimpeln über die
gute alte Zeit gefilmt – und beide präsentierten sich als mediale Profis, so dass das Fernsehteam trotz dieses
sehr spontanen Drehtermins schnell die richtigen Einstellungen im Kasten hatte.
Zum Schluss ging es dann noch zum Originalstandort von „Schacht Pippi“ ins Gewerbegebiet „Am Luftschacht“. Von
dem 1974 mit 29.000 Tonnen Granulat verfüllten Schacht zeugen übrigens nur noch ein schlichtes Abluftrohr und
ein ebenso schlichtes Metallschild mit den Daten zum ehemaligen Zechenschacht. Noch eine Einstellung, dann
hatte der WDR-Kameramann seinen Bericht fertig gefilmt – und die SG Eintracht Gelsenkirchen ist um eine
(Fernseh-)Geschichte reicher.
P.S. Warum Rheinelbe 4 „Schacht Pippi“ genannt wurde – diese Geschichte wird neben vielen anderen in der
Ausstellung rund um die Aktion Schachtzeichen im Südstadion erzählt …