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Im Rahmen der SchachtZeichen-Woche bei der SG Eintracht hat sich einiges getan. Einen ausführlichen Bericht findet Ihr
weiter unten. Zu der SchachtZeichen-Woche wurden auch reichlich Fotos geschossen. In unserer Bildergalerie findet Ihr
die Fotos vom Fackelzug, vom Pfingst-Zeltcamp, vom Eintracht-Talk, voum Integrationscup, von unseren Ballonkindern und
vom Live-Konzert.
Und hier geht es direkt zu unserer Bildergalerie.
Einen schönen Bericht über die SchachtZeichen-Woche bei der SG Eintracht hat ein Schalker Revierknappe auf der Seite
der Schalker Revierknappen verfasst.
Hier
geht es zu diesem Bericht.
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Was war das für eine Woche!!! Als am Pfingstsamstagmorgen das erste Mal bei strahlendem Sonnenschein der gelbe Ballon
zu Ehren des ehemaligen Pütts Rheinelbe IV („Schacht Pippi“) in die Luft stieg, ahnten die Beteiligten des Vereins und
die Besucher im Südstadion, dass mit dieser Aktion ein großes, einmaliges Zeichen gesetzt wird – und sie sollten Recht
behalten!
Das Leben auf dem Vereinsgelände drehte sich fortan ums SchachtZeichen. Mit dem Aufstieg des Ballons wurde auch die
Ausstellung im Vereinsheim „Fußball am Schacht – 100 Jahre Eintracht“ eröffnet. Erster Besucher war sogleich ein
ehemaliger Spieler der großen Zeit: Willi „Fitschi“ Klein, der fortan täglich die Ausstellung besuchen sollte – da
wussten die Initiatoren bereits, dass sie mit ihrer Geschichtsarbeit einen Volltreffer gelandet hatten.
Erster Event-Höhepunkt war das Pfingst-Zeltcamp. Viele Jungkicker des Vereins „reisten“ nach ihren Turnieren
Pfingstsonntag mit ihren Eltern und Geschwister an, bauten ihre „Tipis“ auf der Wiese an der Turnhalle auf und machten
fortan bei Lagerfeuer, Grillen sowie Endlos-Fußball die Nacht zum Tage. Ebenso die Eltern, die ihre Nachtwache sehr,
sehr ernst nahmen …
Acki ließ den Ballon flackern
Nach dem Camp ging es am Pfingstmontagabend nach kurzer Pause bereits weiter auf dem Vereinsgelände mit dem nächsten
SchachtZeichen-Programmpunkt: dem Fackelzug anlässlich des Ballonleuchtens. Zunächst traf sich die Vereinsfamilie im
Südstadion, um sich bei Leckereien vom Grill und kühlen Drinks im SGE-Biergarten zu stärken. Die Kids stimmten sich
bei Stockbrotbacken am Lagerfeuer auf die Nachtwanderung ein. Diese führte vom Südstadion über die Erzbahntrasse zur
Halde Rheinelbe (Himmelsleiter) von der das Ballonglühen bestaunt werden konnte. Das taten die Eintrachtler dann auch
mit vielen, vielen weiteren SchachtZeichen-Fans. Kleiner Gag: Jugendleiter Axel "Acki" Liersch knipste auf
Handy-Kommando das Ballonlicht dreimal an und aus, so dass die Eintrachtler „ihren“ Ballon eindeutig lokalisieren
konnten. Der Rückweg von der Halde wurde dann als stimmungsvoller Fackelzug zelebriert – erstaunlicherweise trafen
sich fast alle Eintrachtler im Gewusel an der Halde wieder und wanderten Richtung Südstadion.
Treffen der SGE-Legenden
Nur einen Tag Pause gönnten sich die „SGE-Schachtzeichner“, dann stand am Mittwoch, 26.Mai, ein denkwürdiger Abend mit
großen ehemaligen Spielern der Eintracht auf dem Programm. Geladen wurde zum Eintracht-Talk ins Vereinsheim, das von
Willi Schiffmann und Christine Liersch liebevoll rotblau geschmückt wurde – und viele Anhänger kamen, um sich an der
Runde mit den Spielern der Goldenen Zeit zu beteiligen.
Unter Mithilfe von „Mr. Eintracht“ Dieter Buschmann konnte eine illustre Runde mit seinen ehemaligen Mitspielern Horst
Laschober, Hubert Kostotzky, Manfred Herberhold, Bernd Becker, Wolfgang Thier, Klaus Stach und Manfred Kapteina für
eine Talkrunde zusammengetrommelt werden. Dazu gesellten sich im Publikum noch der ein oder andere Spieler, der einst
im Südpark-Stadion und im Südstadion auflief sowie die treuen Anhänger der SG Eintracht.
Unter ihnen Wilhelm Jedamzik, der einst als Kind mit Buschmann und Co. mitfieberte, wenn es gegen Mönchengladbach,
Rot-Weiß Essen, den VfL Bochum um Punkte und Platzierungen in der Regionalliga West ging. Er wich seinen großen Idolen
nicht mehr von der Seite und genoss jede Minute des Abends, zu dem auch eine Bildershow sowie die Präsentation alter
TV-Sportberichte auf der Leinwand gehörten und eine Zeit lebendig werden ließ, in der 10.000/20.000 Anhänger Woche für
Woche zur Eintracht in Ückendorf pilgerten.
Wie sehr verbunden die Helden der Goldenen Zeit immer noch sind, zeigte sich bei der Begrüßung der Spieler und der
Frauen – die Bedeutung der Begriffe „Sportfreunde“ und „Vereinsfamilie“ wurde da greifbar. Ein Selbstläufer war die
Gesprächsrunde, die Michael Buch moderierte: Die jung gebliebenen SGE-Veteranen präsentierten sich locker und
schlagfertig. Auf die Frage wie es war, wenn man gegen spätere Weltfußballer wie Günter Netzer spielte, parierte Horst
Laschober lässig: „Schön, denen hab‘ ich 1965 schließlich zwei Dinger ins Netz gelegt!“
Hubert Kostotzky erklärte launig, wie man einem Gegenspieler Knoten in die Beine spielt und so entnervt, dass er
vorzeitig unter die Dusche geht. Bernd Becker sah sich sogar dem schmeichelnden Outing eines weiblichen Fans aus den
1960er-Jahren gegenüber („Wir Mädels sind ja nur wegen Bernd ins Stadion gegangen!“), Manni Heberhold erinnerte an die
missglückte Fusion mit dem STV Horst im Jahre 1973 („Ich war da ja schon lange weg von der Eintracht, aber es tat so
weh und verstehe das bis heute nicht.“) und Dieter Buschmann schwärmte von seinem großen Vorbild als Trainer: „Dettmar
Cramer gab mal ein Gastspiel bei der Eintracht – er hat uns mit seinen Ansprachen so in den Bann gezogen, das war
Zauberei!“
Schnell vergingen so über zwei Stunden gespickt mit vielen schönen Erinnerungen, aber auch mit Rückblicken auf
schmerzliche Ereignisse in der Geschichte der Rotblauen aus Ückendorf. Es war ein Abend, der bei den Gästen und
Beteiligten immer wieder für Gänsehautmomente sorgte und die Faszination SG Eintracht Gelsenkirchen greifbar machte!
Mythos Königsblau
Mit einem sportlichen Konkurrenten der 50er/60er-Jahre beschäftigten sich die Eintrachtler dann am Donnerstag, 27.Mai
– und das war niemand Geringerer als der FC Schalke 04. „Die Ewigkeit ist königsblau!“ lautete der Titel einer
Lesung mit Jürgen-Boebers-Süßmann, ein echter Schalker Junge, WAZ-Redakteur und Autor zahlreicher Bücher rund um
Gelsenkirchen, Bochum und S04. Und tatsächlich ließen sich die Rotblauen nicht lange bitten und kamen zum Lauschen ins
Vereinsheim – doch vorher musste noch technische Probleme gelöst werden: Das Licht reichte einfach nicht, so dass ein
Freiwilliger sich als Lampenhalter mit einer „stilechten“ Kfz-Stableuchte zur Verfügung stellte.
Dann konnte Jürgen loslegen und die stimmungsvollen und sehr persönlichen Geschichten rund um die Legenden Ernst
Kuzorra, Stan Libuda und Ebbe Sand präsentieren. Still wie selten war es im Vereinsheim, unterbrochen von einigen
Lachern, und das war neben dem Applaus für den Schalke-Autor Jürgen Boebers-Süßmann wohl die größte Anerkennung des
Abends.
Ein großes Fest für Ückendorf
Zum Familienfest hatte die Eintracht dann am Freitag geladen. Am Vormittag ließen 200 Kinder der Grundschule Haidekamp
am gelben SchachtZeichen-Ballon ihre eigenen Ballons aufsteigen – das gab ein tolles Bild ab im Südstadion. Dank
Petrus‘ Mithilfe, der pünktlich für strahlend blauen Himmel sowie Sonne gesorgt hatte, waren am Nachmittag dann auch
die Rahmenbedingungen für die große Sause im Südstadion geschaffen.
Den Ton gab‘ die grandiose Combo „The Rockin‘ Blues Soul“ an, die die Eintracht-Gemeinde rockte. Vorher stimmten
sich die geschätzten 300 Besucher bei Schmankerln vom Grill und beim Bierchen auf einen einzigartigen Abend ein – ein
Livekonzert im Südstadion – wann hat es das schon mal gegeben?!
Um kurz nach 19.30 Uhr stand dann die Bühne am Stadion im Blickpunkt. Michael Buch begrüßte im Namen der SGE die Gäste
beziehungsweise er gratulierte (!) ihnen und der Band im freudigen Überschwang gleich zum Besuch – ein Versprecher,
der für Lacher sorgte und trotzdem passte. Danach gab es Worte aber nur noch in Form des Gesanges von Frontmann
Andreas „Keppi“ Kerprich-Stecker, Nicolé Brunnhofer, Aline Lehmann unterstützt von den weiteren Bandmitgliedern Paul
Neumann, Maxi Stulz, Rolf B. Mronga, Thomas Wilger und Karel „Watt“ Noon.
Die sympathische Gruppe zog ihr Publikum von der ersten Minute an in den Bann und sorgte auch in der Pause für gute
Stimmung. Da ging es nämlich mit einem Fackelzug zum Schacht „Pippi“ Rheinelbe IV bzw. dorthin wo einst der Pütt stand.
Heute erinnert noch ein Lüftungsrohr an den Schacht, der 1974 verfüllt wurde, und dort sang die Partygemeinde unter
Begleitung von Rockin‘ Blues Soul das Steigerlied. Danach ging‘s zurück ins Stadion, wo fortan wieder Keppi und Co.
den Ton angaben mit Arrangements von ACDC über Dire Straits bis Udo Jürgens – mehr als weitere zwei Stunden immer
wieder angefeuert vom begeisterten Publikum.
Das war ein legendärer Abend unterm SchachtZeichen-Ballon, der über dem Stadion leuchtete. Danke Rockin‘ Blues Soul,
danke auch allen Helfern und Helferinnen, die stundenlang Bier zapften, grillten, schleppten, vorher die Bühne
aufbauten und danke auch an Petrus, der uns nicht im Regen stehen ließ! (Eine Würdigung unserer Helfer folgt noch an
anderer Stelle!)
Zum Abschluss rollte wieder der Ball
Zum SchachtZeichen-Finale stand dann am Samstag wieder der Ball im Mittelpunkt, so wie es sich für einen Fußballverein
gehört! Gemeinsam mit dem Sozialwerk St. Georg hatte die SGE – unterstützt vom Jugendsponsor Großbäckerei Stauffenberg
– zum Integrationscup geladen. Zehn Mannschaften mit behinderten und nicht-behinderten Fußballern traten an, um
sich den großen Pokal und einen Satz Trikots (Preis für den Sieger) zu sichern.
Den Anstoß zu diesem besonderen Fußballturnier gab Bezirksbürgermeister Bernd Lemanski, der sich obgleich selbst als
SchachtZeichen-Aktiver gefordert, etwas Zeit für die Fußballbegeisterten im Ückendorfer Süden nahm. Im Endspiel waren
dann die Kicker von TuS Gellinghausen die großen Sieger. Zwar unterlagen sie der gastgebenden Altherren-Truppe der
SG Eintracht Gelsenkirchen, dennoch bekamen sie mit dem Trikotsatz den Hauptpreis überreicht.
Am Nachmittag war dann (fast) Schicht am Schacht „Pippi“. Das große Aufräumen nach einer aufregenden Woche stand noch
an und damit ging das SchachtZeichen im Südstadion zu Ende. Doch alle Beteiligten und Gäste dieser Aktion im
Kulturhauptstadtjahr-2010 sind sich sicher einig: Das war eine tolle, einzigartige Aktion – unter ihrem
SchachtZeichen-Ballon im Südstadion rückte die Vereinsfamilie der SG Eintracht Gelsenkirchen noch ein Stückchen enger
zusammen und schon allein dafür haben sich alle Mühen gelohnt!
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Viele Besucher fanden am ersten Tag den Weg ins Südstadion
Es ist vollbracht: Der gelbe Ballon schwebt über dem Südstadion – die Eintracht hat ihr SchachtZeichen gesetzt.
Bereits am ersten Tag fanden viele Besucher den Weg ins Südstadion, zum Teil setzten sie sich auf Campingstühle auf den
Zuschauerrang der Fußballarena in Ückendorf und genossen den faszinierenden Anblick des Riesenluftballons bei bestem
Wetter.
SchachtZeichen-Fan des Tages war aber Luca (1,5 Jahre alt), der aus dem Staunen gar ob der vielen prächtigen gelben
Ballons am Himmel nicht mehr rauskam – „da, da, da!!“ rief er begeistert in der „Dauerschleife“.
Begeistert zeigten sich die Gäste der Eintracht auch von der Ausstellung im Vereinsheim, die zeitgleich zum
Ballonaufstieg eröffnet wurde – dank des tollen Einsatzes von Simone Buch und ihrer HelferInnen. Erster Betrachter war
der ehemalige Meisterspieler „Fitschi“ Klein, der zu jedem Foto der 190 Bilder umfassenden Bildershow, die auf der
Großleinwand gezeigt wird, etwas sagen konnte und sichtlich gerührt war vom Anblick der schönen Erinnerungsstücke aus
der goldenen Zeit der SG Eintracht Gelsenkirchen.
Doch auch die Jüngsten ließen sich von den Geschichten begeistern – so nahm sich F1-Kapitän Robin Zeit, um nach seinem
erfolgreichen Turnier die Geschichte der Eintracht-Legende Erich Tiedmann zu studieren.
Weiter geht’s am Pfingstmontag mit dem Fackellauf zum Ballonglühen zur Himmelsleiter (Start um 19 Uhr im Südstadion
mit Grillen und Stockbrotbacken). Zudem fiebern die Eintracht-Fans dem Eintracht-Talk am Mittwoch, 26.Mai, 19.30 Uhr,
im Vereinsheim sowie der Lesung „Die Ewigkeit ist Königsblau“ mit Jürgen Boebers-Süßmann (Donnerstag, 27.Mai, 19.04 Uhr)
und natürlich dem großen Familienfest mit Live-Konzert am Freitag, 28.Mai, ab 17.30 Uhr, entgegen.
Der Abschluss der SchachtZeichen-Woche mit dem Stauffenberg-Integrationscup (Samstag, 29.Mai, 10 Uhr) im Südstadion
zelebriert.
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